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Autoverwertung

Veröffentlicht: Oktober 29, 2016 in Tutorials

Da Halloween ansteht, dachte ich mir, wird es Zeit für ein kleines Update in meinem privaten Project Z Aufbau. Zudem wollte ich etwas Neues ausprobieren und mache kurzerhand daraus ein Tutorial.

Da man in einer Zombieapokalypse nicht nur Zombies und Überlebende braucht, wird es mal Zeit für ein paar passende Geländestücke um das drumherum auszugestalten. Da trifft es sich gut, das ich quasi an der Quelle für ausrangiertes Spielzeug sitze…

Und so kam ich auf den sicherlich nicht neuen Einfall, aus den ganzen Sachen die weggeschmissen werden sollen, noch etwas zu machen. Denn was ist und bleibt bei einer Zombieplage noch Fabrikneu? Ich habe mir also ein altes, kaputt gespieltes Auto gesucht und mir zur Aufgabe gemacht, es noch mehr zu altern und „Zombiemäßiger“ machen. Wer jetzt kein altes Spielzeugauto zur Hand hat, kann an dieser Stelle seine Kinder fragen. Wer keine hat, hat jetzt einen guten Grund über Kinder nachzudenken.

Weiter im Text. Das gelbe ADAC Auto kommt ohne Seitentür, ohne Frontscheinwerfer, mit eingedellten Stoßstangen, diversen Lackabplatzern, fehlenden Reifen, einer kaputten Federung usw. daher. Kurz: Es ist perfekt!

 

Schritt 1: 

Ich habe das Auto mit Sekundenkleber auf ein zurechtgeschnittenes Stück Plasticcard geklebt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass die Federung einseitig belastet ist. Somit „hängt“ das Fahrzeug einseitig herunter. Durch Sekundenkleber, welcher wahllos auf dem Base verteilt und kurz angedrückt wird, erhalten wir zusätzlich eine kaputt wirkende Oberfläche, die später unserer Straße eine tolle Struktur verleiht.

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Schritt 2:

Die Grundierung erfolgt mit schwarz, um den Innenbereich und spätere Schäden am Lack einfacher darstellen zu können.

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Schritt 3:

Nun werden die Grundfarben aufgetragen. Ich wollte ein dunkelgrünes Auto und habe mich für „Olive Grey“ von Vallejo entschieden. Die Farbe wird mit dem Pinsel bewusst unregelmäßig aufgetragen, sodass mal hellere und mal dunklere Stellen entstehen. Wenn die Grundierung durchkommt, macht das gar nichts, es ist sogar gewollt! Die Sitze hab ich in einem dunklen Braun, die Armaturen und das Lenkrad gräulich bemalt, bzw. angedeutet. Die Felgen sind in einem helleren Metallton bemalt. Im Anschluss wird das Ganze Modell mit einem sehr braunen Wash versehen. Es darf nach Herzenslust herumgesaut werden, dickere Stellen sind gewünscht! Ich rate dazu es auch wirklich mit einem Wash und nicht mit einem Dip zu versuchen, denn das Wash bleibt auch vermehrt an höheren Stellen haften, was man auf dem Bild gut sehen kann.

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Schritt 4:

Wenn alles trocken ist, wird das Auto wieder mit den Grundfarben bearbeitet. Aber Achtung: Für den richtigen „Schmuddellook“ wird die Farbe NICHT herkömmlich aufgetragen, sondern wir beginnen direkt mit dem Trockenbürsten des gesamten Modells. Ich habe den Grundfarbtönen mal weiß und mal schwarz beigemischt, um verschiedene Farbnuancen zu erhalten. Auf diese Weise wird das Fahrzeug mehrfach trockengebürstet. Nun folgen die Details. Andeutungen der Lichtreflexionen in den Scheiben, sowie Verwitterungen an Metallteilen, Lackschäden, Rost und ähnliches werden aufgetragen. Nach diesen Schritten sieht man sehr gut, wie die verschiedenen Farbtöne des Lacks durchschimmern:

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Schritt 5:

Es folgen ein paar Nachbearbeitungen an den Details, wie verlaufende Rostspuren, ehe es an die Basegestaltung geht. Hier möchte ich, dass das Auto auf einer alten Straße steht. Dazu wird das Base mit verschiedenen Grautönen bemalt. Ich gehe dabei so vor: Die erste Schicht wird wie der Lack unregelmäßig aufgemalt. Die weiteren Schichten werden vorsichtig aufgetupft. Dazu nehmt ihr einen alten, breiteren Pinsel und taucht ihn in die Farbe. Nun wird der Großteil wie beim Trockenbürsten in einem Tuch abgewischt und dann wahllos, mit unterschiedlicher Stärke aufs Base getupft. Details wie Dreck, gelbe Straßenmarkierungen und Unkraut werden zum Abschluss noch platziert.

Am Ende steht das fertige Auto! Ranzig, rostig, alt. So, wie es aussehen soll. Wer mag kann nun auch noch ein paar dezente Blutspritzer anbringen.

Mit den Comicartigen Reflexionen bin ich noch nicht 100% zufrieden und werd mir da vielleicht noch mal etwas überlegen. Vorerst bleiben sie aber dort, wo sie sind.

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Wer jetzt motiviert worden ist, noch mehr aus altem Spielzeug zu machen, der kann zum Beispiel auch Reifen wiederverwenden:

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Einen Transporter hab ich auch noch ergattern können, aber was aus dem wird, weiß ich noch nicht…

 

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