Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Armeeaufbau Kings of War Zwerge #1

Veröffentlicht: März 19, 2018 in Kings of War

Seit einiger Zeit hat mich massiv das Fantasyfieber gepackt, was man anhand der letzten Beiträge hier auf der Seite auch sicherlich deutlich erkennen kann. Da ich mir passend zum Frühjahr vorgenommen habe, meinen Berg an unbehandelten Miniaturen zu entschlacken, habe ich ein weiteres Projekt aus dem Boden gestampft: Zwerge für Kings of War.

Bereits letztes Jahr habe ich im Rahmen einer Tauschaktion einen ganzen Batzen (ca. 200) Zwerge von Mantic bekommen, die seitdem im Schrank verstauben… Für den Anfang und somit bis zum ersten Spiel, habe ich mich für eine Zusammenstellung von ca. 750 Punkten entschieden. Diese 750 Punkte sollen den absoluten Kern meiner kurzbeinigen Armee bilden und setzen sich daher überwiegend aus „Standardtruppen“ der Zwerge zusammen.

 

Die genaue Liste sieht wie folgt aus:

  • Regiment Eisenkrieger 110 Pkt + Wurfbulldogge 10 Pkt = 120 Pkt
  • Regiment Eisenkrieger 110 Pkt + Wurfbulldogge 10 Pkt = 120 Pkt
  • Regiment Schildbrecher 130 Pkt + Wurfbulldogge 10 Pkt = 140 Pkt
  • Trupp Berserker = 125 Pkt
  • Trupp Eisenwache mit Musketen = 115 Pkt
  • Eisenspuckerkanone = 110 Pkt

Gesamt also 730 Punkte, die noch 20 Punkte für besondere Gegenstände offen lassen.

 

Habe ich bei meinen Goblins noch eine Einzelbasierung vorgenommen und sie dann auf magnetisierte Regimentsbases gestellt, habe ich mich bei den Zwergen für Multibases entschieden. Das erste Mal überhaupt, möchte ich erwähnen. Diese Entscheidung hatte gleich 3 Gründe. Die Zwerge von Mantic sind von sehr breiter Statur und haben raumübergreifende Posen, die eine Anordnung mit 20 Kriegern pro Regiment sehr schwierig machen und eine passgenaue Aufstellung erfordern. Mehrfach habe ich überlegt, wie ich mir kenntlich mache, wo welcher Zwerg in den Formationen hinkommt… Das kam einem Puzzle gleich. Desweiteren empfinde ich Multibases als optisch sehr ansprechend, sind es doch kleine Minidioramen, an denen man viel ausprobieren und sich ein bisschen austoben kann. Nicht zuletzt spart man sich Arbeit, denn man braucht schlicht nicht 20 Modelle zu bemalen.

Der letzte Punkt ist vielleicht noch eine gesonderte Erläuterung wert. Ich habe mich entschieden, genau 12 Zwerge pro Regiment aufs Base zu stellen, die in 3 Reihen a 4 Krieger angeordnet sind. Trupps hingegen haben 5 Modelle in einer Reihe. Die Begründung ist schlicht und ergreifend der nötige Platz. Es sieht in meinen Augen dennoch nach einer ordentlichen Kampfformation aus und man kann noch ein bisschen mit den genauen Postionen der Zwerge experimentieren. Außerdem sind Zwerge für mich recht elitäre Krieger, die keine Massen an Soldaten brauchen, um ihren zahlreichen Feinden ebenbürtig zu sein.

Kommen wir zur Base selbst. Hier hatte ich eigentlich geplant, sie in Anlehnung an ihr Leben unter Tage, ebenso wie meine Goblins, mit einem steinigen Höhlenboden auszustatten. Gleich 2 Armeen mit dem selben Basedesign zu haben, war mir dann aber doch zu langweilig. Letztlich bin ich auf den Trichter gekommen, die Zwerge einfach VOR dem Eingang in eine ihrer Minen darzustellen und nicht DARIN. Also recht hügelig und mit etwas Geröll und Steinen versehen. Dann kam noch die Erinnerung an die Herr der Ringe Filme und somit an die Landschaft Neuseelands dazu und ich hatte eine Vorstellung davon, wie sie aussehen sollen.

Das Farbschema der Kleidung hat mich ebenfalls eine Weile ruhelos umhergetrieben. Der erste Farbtester in blau-weiß hatte einen eher bayrischen Charakter, unterstrich aber ganz gut den Hochmut der kleinen Wadenbeißer. Letztlich wirkten sie mir aber zu sauber und „menschlich“. Der zweite Versuch war weiße Farbe mit einem dunklen Rotton zu verbinden und siehe da, das Ergebnis gefiel mir schon deutlich besser! So wirken sie etwas dreckiger und aggressiver, was zwar von meiner Ursprungsidee abwich, mir aber dennoch gefiel. Der Eindruck wird nochmal durch einen dunklen Metallton verstärkt, der ebenfalls sehr präsent ist.

Der angesetzte Malstandard entspricht denen der Goblins und hält die Waage aus Optik und Schaffbarkeit im Angesicht der Anzahl an Modellen.

 

Letztlich hoffe ich, das man alle diese Gedanken und Ideen am Ende auch an den Modellen sehen kann. Nun aber ohne weitere Umschweife zu den ersten Fotos fertiger Einheiten.

 

Hier zu sehen Peipers* 1. Infanterie, die im Falle des Falles mit der 2. Infanterie verbunden werden kann, um aus den beiden Regimentern eine Horde zu machen. Daher auch die gleiche Heraldik auf den Schilden. (*Name ist Platzhalter)

Es folgt Peipers* 2. Infanterie. Der gefallene Zwerg ist Teil der Gussrahmen und macht sich sicher auch gut, um Bases anderer Völker zu „zieren“ oder Verlust- bzw. Wundenmarker darzustellen.(*Name ist Platzhalter)

Zum Schluss die beiden Wurfbulldoggen, die den Regimentern angegliedert sind. Der Braune hat dabei die Fellzeichnung der Bulldogge meiner Familie bekommen, um die Identifizierung mit der Armee ein wenig zu stärken. 😉

 

Mehr Bilder wie immer in der Flickr-Galerie!

 

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Mit wild krächzendem Geschrei wurde Skrigg Eisenwanst vom nächtlichen Wachtposten unsanft aus dem Schlaf gerissen. „D-d-d-da sin´wandelne Bäume, Boss!“ Skrigg rieb sich kurz seinen voluminösen Bauch, ehe er sich auf die Füße hievte. Er blickte gen Osten und sah im fahlen Mondschein die wogenden Baumkronen. Er rieb sich die Augen und gab anschließend mit lautem Brüllen den Befehl, Kampfbereitschaft herzustellen.

Sichtbar müde, mit kleinen Augen, schief sitzender Kleidung und gerade so erkennbarer Formation, reihten sich seine Untergebenen in der Dunkelheit auf.

Während die Nayaden und Bäume weiter auf die grüne Horde zumarschierten, gab Skrigg den Befehl zu schießen. Die Bogenschützen eröffneten das Feuer. Allerdings traf nur ein einziger Pfeil die Baumkrieger, was vermutlich an der Dunkelheit und der immer noch nicht abgeschüttelten Müdigkeit lag. Die Speerschleuder verfehlte sogar gänzlich ihr Ziel. Skrigg wurde rasend vor Wut, als er so viel Unvermögen unter seinen Fernkämpfern sah. Er legte selbst auf die sich bewegenden Bäume an und versenkte gleich 3 Pfeile tief in deren Holz, was dafür sorgte, dass ein Baum in der Mitte auseinanderbrach und einen weiteren unter sich begrub. Der verbliebende Baumkrieger sah dies und suchte sein Heil in der Flucht. Skrigg senkte seinen Bogen und seine Miene erhellte sich minimal. Huldigendes Händegeklapper war aus den Reihen der Bogenschützen zu vernehmen.

Er deutete mit einer Handbewegung seiner Infanterie vorzurücken. Unterdessen legten die Bogenschützen auf die sich zeigenden Wyrmreiter an. Abermals traf lediglich ein Pfeil, der sich unversehens in den Oberarm einer Nyade bohrte. Skrigg nahm wieder selbst das Ziel unter Feuer und traf mit 2 seiner 3 Pfeile. Ein getroffenes Reittier wand sich vor Schmerzen, doch die verbliebenen Reiter näherten sich weiterhin. Die Speerschleuder schließlich, hob mit einem Bolzen gleich 2 Reiter aus ihren Sätteln, was den Ansturm im Keim erstickte. Trotz Dunkelheit ein hervorragender Tag für die Fernkampfabteilung!

Auf der rechten Flanke erreichten die Schlundbestien und der Goblinmob die zwischen den Bäumen auftauchenden Echsenmenschen. Erste Sonnenstrahlen begleiteten den heftig entbrennenden Nahkampf. Nach einer Weile lösten sich die Kontrahenten, um sich zu sammeln. Durch herbe Verluste demoralisiert, harrten die Echsen nur noch aus und warteten auf den erneuten Angriff der sich gegenseitig aufputschenden Goblins.

Während die Sonne sich daran machte den neuen Tag einzuläuten, kam es auch auf der linken Flanke zu einem  Handgemenge zwischen den Trollen und einem Regiment Schützen der Nayaden. Die Fernkämpfer der Grünhäute legten nun gemeinschaftlich auf den näher kommenden Erdelementar an und verursachten wahrscheinlich durch das Sonnenlicht einige Treffer. Die rechte Flanke überrannte währenddessen die Echsenmenschen.

Die Schützen der Nayaden hielten lange stand, mussten sich letztlich aber auch dem brutalen Druck der Trolle ergeben und wurden größtenteils erschlagen. Auch der Hex, die goblinische Art einen Zauberer zu betiteln, wirkte seine Sprüche nun auf das große steinerne Elementarwesen in der Mitte. Unter dem stetigen Hagel von Pfeilen, Bolzen und Blitzzaubern, zerbrach das Geschöpf schließlich in viele kleinere Steine.

Als die Sonne die Anhöhe und somit auch Skrigg erreichte, war die Schlacht geschlagen. Staub und Rauch erhob sich aus den aufgewühlten Böden und suchte sich seinen Weg zwischen Leibern und Geröll hinweg gen Himmel. Während seine Bogenschützen gehässige Sprüche und Wortwitze über Kleinholz und Steinchen über das Schlachtfeld gröhlten, nickte Skrigg zufrieden. Schließlich deutete er seinen niederen Artgenossen mit einer Handbewegung zu schweigen und sprach zu ihnen: „Un jetz legän wir unz allä wieda hin!“

 

Dungeon Saga #5

Veröffentlicht: Februar 22, 2018 in Allgemein, Dungeon Saga

Am heutigen Tage gibt es lediglich ein kleines Update zum Mobiliar von Dungeon Saga. Die Verwitterung wurde so gestaltet, dass sie denen der Türen und Tore entspricht.

Die Deckel der Kisten sind übrigens abnehmbar. So kann man wunderbar anzeigen, ob sie bereits geplündert wurden.

Die Bilder gibt es wie viele weitere ebenfalls, wie immer auch bei Flickr!

 

Dungeon Saga #4

Veröffentlicht: Februar 17, 2018 in Allgemein, Dungeon Saga

Nach all den Miniaturen der letzten Zeit, war es schön, mal wieder Geländestücke (im weitesten Sinne) auf dem Maltisch zu haben. Wenn es sich dabei dann sogar um Geländeteile für mein aktuelles Dungeon Saga Projekt handelt, umso besser! Gemeint sind die zahlreichen Türen, Truhen, Fässer und weiteren Objekte, die in einem typischen Dungeon nicht fehlen dürfen.

Im ersten Schwung des Dungeon Saga Mobiliars geht es allerdings noch nicht um die ründlichen Holzkonstruktionen und anderes Innenleben, sondern um die Hindernisse, die uns immer wieder ein schnelles Vorrücken in den dunklen Gängen verwehren und beim Öffnen stets ein Gefühl von Vorsicht und Euphorie auslösen. Gemeint sind die Türen und Tore. (Plus einiger Extras)

Um die Atmosphäre dunkler, feuchter und überwiegend verlassener Gewölbe einzufangen, wurden sämtliche Objekte stark gealtert. Ich habe versucht mit relativ einfachen Mitteln die gesamte Palette der „Modrigkeit“ aufzufahren, um den Verfall und mangelnde Pflege darzustellen. Dazu gehören Schmutzansammlungen, feuchte und moosige Stellen sowie Rostablagerungen an Metallteilen. Dabei habe ich allerdings darauf geachtet, es nicht zu übertreiben. Der Brunnen wurde mit einem auf Acryl basierendem Wassereffekt versehen, um das kühle Nass in Szene zu setzen. Weitere Bilde gibt es wie immer in der Flickr-Galerie! 

 

 

Dungeon Saga #3

Veröffentlicht: Februar 13, 2018 in Dungeon Saga

In Teil 3 des Dungeon Saga Projekt´s präsentiere ich euch meine 4 Helden aus der Grundbox.

Auch hier war ich mit dem Design und dem Guss der Miniaturen sehr zufrieden, da auch sie diesen herrlich altmodischen Charme ausstrahlen. Der Magier war etwas verbogen, was sich aber, wie in einem vorherigen Teil bereits erwähnt, mit heißem Wasser beheben lies. Bei der Bemalung habe ich mich stark an den Originalen orientiert. Qualitativ habe ich es wieder so gehalten, wie ich es bereits bei „Zombicide“ gemacht habe und den Helden deutlich mehr Aufmerksamkeit als den Monstern geschenkt. Das heißt zu gut deutsch, dass sich mindestens 3 Farbabstufungen pro Farbe auf dem Modell befinden. Ich habe mir erlaubt, nochmals einen digitalen Effekt bei einem der Bilder einzufügen…

 

Rordin, zwergischer Krieger:

Madriga, elfische Waldläuferin:

 

Orlaf, menschlicher Barbar:

 

Danor, menschlicher Magier:

 

Mehr Bilder gibt es wie immer in der Flickr-Galerie

 

Armeeaufbau Kings of War Goblins #5

Veröffentlicht: Februar 3, 2018 in Allgemein, Kings of War

Bereits im Herbst letzten Jahres bekamen einige weitere Goblins Farbe und obwohl sie bereits bei einigen Schlachten dabei waren und sogar auf Schnappschüssen derselben abgelichtet wurden, habe ich es bis heute verpasst, ihnen Teil 5 des Armeeaufbaus zu widmen. Das wird hiermit nachgeholt.

Den Anfang macht die alte Speerschleuder von Games Workshop, die mir leider schon einmal heruntergefallen ist. Ich musste an etlichen Stellen nachbessern, da sich das Metall teils deutlich zeigte und durchschimmerte. Ich hoffe auf den Fotos ist nichts davon sichtbar. Sie trägt übrigens den klangvollen Namen „Stump´n Piekz´a“. So viele Zwerge hat sie bisher nicht gepiekst, aber immerhin ihre Punkte bei jedem Einsatz wieder hereingeholt.

 

Um die Mawbeasts oder Schlundbestien darzustellen, habe ich mich für Modelle der Firma Kromlech entschieden, da mir diese preislich und optisch sehr zusagten und ich bereits gute Erfahrungen mit anderen Resinkits der Polen gemacht habe. Die Original Manticmodelle finde ich zwar auch schick, aber den Preis von ca.30€ für 60 Punkte im Spiel einfach zu viel, selbst wenn es sich dabei um Zinnmodelle handelt. Ich besitze zwar eine Packung der Originale, habe sie aber in einem Sale für 15€ erstanden, was ich als deutlich fairer empfinde. Zurück zu den Miniaturen von Kromlech: Die an Squigs angelehnten Modelle sind etwas größer als ihre Vorbilder, aber ebenso detailliert. In einem Blister befinden sich 3 Modelle, die perfekt auf ein Kavalleriebase passen. Um bei der großen freien Fläche des Bases etwas Abwechslung hereinzubekommen, habe ich kleinere Felsformationen und die bereits bekannten Kromlech-Pilze hinzugefügt. Der größere Leuchtpilz besteht übrigens aus gepresstem Zellstoff, der in Form von Stiel und Hut und in diversen Größen im Bastelbedarf erhältlich ist.

 

Zum Abschluss präsentiert sich mein Obermotz, der in ehrfürchtiger Huldigung seines mächtigen Bauches, den Namen „Skrigg Eisenwanst“ trägt. Er ist zugleich der (vorläufige) Befehlshaber der Goblinarmee, der seine Horde bereits in mehreren Schlachten siegreich anführte. Er wusste bisher seinen (nicht am Modell sichtbaren) Bogen mit tödlicher Präzision zu führen (für Goblinverhältnisse versteht sich…) und konnte auch schon mit seiner moralerhöhenden Erscheinung die Flucht eines Regiments feigerer Artgenossen aufhalten.

Bei Zeiten geht es hier mit den grünen Horden weiter. Bis dahin gibt es noch mehr Bilder wie immer in der Flickr-Galerie!

Dungeon Saga #2

Veröffentlicht: Januar 26, 2018 in Allgemein, Dungeon Saga

Wie angekündigt, dreht sich der Beitrag heute um die besonderen bzw. Boss-Monster des Grundspiels.

Da wäre zum einen die Banshee. Ein körperloses Geistwesen, welchem mit herkömmlichen Waffen nicht beizukommen ist. Ich habe die nicht mehr ganz so junge Dame entsprechend der Vorlage in blau gehalten. Verschiedene Washes und einfache Highlights sorgen für nette Farbverläufe und eine gewisse Tiefe.

Als nächstes hat der Nekromant Mortibris Farbe bekommen. Er ist der Urheber der untoten Plage, die die Helden zu ergründen suchen. Bis auf den Umhang, der etwas sonderbar geformt ist, ein tolles Modell, das viel Spaß beim Malen gebracht hat. Ich konnte mich ein wenig mit Farbverläufen und Lichteffekten an Hand, Augen und den Bodenkacheln austoben und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Ich habe mir erlaubt, eines der Bilder auch mit einem digitalen Lichteffekt zu versehen… Es bleibt aber eine kleine Spielerei, da ich mir nicht sicher bin, ob ich das wirklich gut finde. 😉

 

Der untote Zwergenkönig war aufgrund seines sehr leicht zu biegenden Hammers und einigen „fitzeligen“ Stellen herausfordernder zu bemalen, ging aber dennoch gut von der Hand. Im Hinblick auf die Schergen aus Teil 1 meines Projektes, habe ich auch hier ein verwittertes Aussehen erreichen wollen, ohne den königlichen Glanz vergangener Tage gänzlich zu verdecken.

 

Zu guter Letzt, der Zombietroll-Schamane. Ähnlich den beiden anderen Trollen, hat er gedeckte und einfache Farben bekommen. Die Haut ist etwas anders bemalt, um ihn von seinen beiden Lakaien noch weiter abzugrenzen.

Weitere Bilder, unter anderem ein Gruppenbild der 4 gibts wie immer in der Flickr-Galerie.

 

Dungeon Saga #1

Veröffentlicht: Januar 20, 2018 in Allgemein, Dungeon Saga

Zombies von meiner Malliste zu streichen, hat leider nicht ganz so gut geklappt, aber ich hatte spontan Bock auf das Dungeon Saga Projekt und es sind ja auch nur ganz wenige… Wenn einen die Muse mal küsst, sollte man nicht „nein“ sagen.

Wer Dungeon Saga noch nicht kennt, es handelt sich dabei um Mantic´s Kickstarter-finanzierten Dungeon Crawler der alten Schule. Sprich: Eine Gruppe von Helden schnetzelt sich durch diverse namensgebende Dungeons, sammelt dabei Schätze, erfüllt diverse Aufträge usw. Zu diesem Brettspiel sind bereits diverse Erweiterungen in englischer Sprachausgabe erschienen und sogar Gamebooks (Spielbücher ala Lone Wolf) werden dem geneigten Leser feilgeboten.

Auch wenn die englischen Veröffentlichungen zahlreicher sind, bin ich doch immer geneigt, deutsche Versionen zu kaufen, um den hiesigen Markt zu unterstützen. Daher hab ich mich auch für die hierzulande erhältliche Ausgabe entschieden, die immerhin schon die 1. Erweiterung enthält. Die deutsche Version von Dungeon Saga kommt in einer richtig geilen Aufmachung daher. Die komplette Spieleschachtel ist nämlich in Form eines dicken Buches gehalten! Nicht nur von Außen sieht das Ganze klasse aus, sondern auch das Innenleben ist zum Bersten gefüllt. Aber ich will mich nicht groß mit den tollen Inhalten aufhalten und verweise hier mal auf die genaue Beschreibung bei den Heidelbären und Fantasywelt, welche die Deluxe Ausgabe zu einem guten Preis anbieten.

 

Ich habe die Regeln bisher nur überflogen und bin soweit ganz angetan. Was ich aber auf jeden Fall jetzt schon als sehr gut bewerten kann, sind die Miniaturen. Ich mag den relativ einfachen Stil, der ohne überbordende Zierelemente mit zweifelhafter Sinnhaftigkeit daherkommt. Ein bisschen fühle ich mich an die Miniaturen der 90er erinnert und das meine ich ausschließlich als Kompliment! Diese Miniaturen haben Charme und das schätze ich sehr. Der Kunststoff ist dabei Brettspiel-typisch aus einem relativ weichem Material, welches ein Abbrechen von Teilen verhindern soll. Schiefe/verformte Proportionen können mit heißem Wasser somit ganz leicht wieder in Form gebracht werden.

 

Nun aber ohne weitere Umschweife zu den Miniaturen. Ich habe mich zuerst auf die Schergen gestürzt, die immer als Pärchen daherkommen. Ich habe jeweils kleinere Details farblich verändert, um eine gewisse Vielfalt zu haben, ohne jedoch die Zugehörigkeit zu verbergen. Als Beispiel nenne ich da mal die gepanzerten Zombies, mit Schwert und Schild. Insgesamt ist die Bemalung verwittert, möglichst natürlich und auch recht einfach gehalten. Teil 2 folgt demnächst mit den besonderen Monstern.

Mehr Bilder gibt es wie immer in der Flickr-Galerie!

 

Zombicide: Black Plague

Veröffentlicht: Januar 6, 2018 in Reviews, Zombicide

Ich war zugegebener Maßen nur eine kurze Weile mit dem Gedanken schwanger, mir eines der Zombicide-Spiele nach Hause zu holen. Zu oft habe ich bereits Lobpreisungen über die Genialität dieses Spiels gehört, sowie über die schicken Miniaturen (für ein Brettspiel). Entscheiden musste ich mich dann nur noch zwischen dem „normalen“ Zombicide und dem Fantasy-Mittelalter-Vertreter Zombicide: Black Plague. Die Entscheidung fiel dann schnell auf letztgenannten, da ich mit Walking Dead bereits breit genug mit Zombies in der Gegenwart, bzw. der nahen Zukunft aufgestellt bin und momentan ohnehin total Bock auf Fantasy-Zeugs habe…

Nochmal ein kurzer Anflug rationalen Denkens beim Erblicken des Kaufpreises (liegt im Schnitt um die 70€), ein kurzes Achselzucken und *klick*  …gekauft.

Als die schwere Box es dann endlich zu mir geschafft hat, war ich hellauf begeistert. 71 Miniaturen in einer sehr guten Brettspielqualität, hochwertige Bodenpläne und Spielmaterialien, ein klasse Artwork, welches sich durch die ganze Box inklusive Regelwerk zieht, Charaktertableaus aus Kunststoff und und und. Ich mache es kurz: Der Preis ist gerechtfertigt für das, was man bekommt.

Die Regeln sind sehr eingängig und übersichtlich aufbereitet. Erste Testspiele gingen gut von der Hand und selbst unregelmäßige Spieler, waren schnell drin und hatten die Mechanismen verinnerlicht. Nun wirkten die Minis in ihren hässlichen Kunststofffarben natürlich etwas traurig, sodass ich sie selbstredend bemalen musste. Die Helden sollten dabei sehr gut aussehen, immerhin hat man sie immer wieder in der Hand und die Erfahrung zeigt, dass man sich sein Konterfei des öfteren auch mal von Nahem ansieht. Die Untoten Horden hingegen, wir reden immerhin von 65 Miniaturen, sollten sparsam im zeitlichen Aufwand und dennoch wirkungsvoll aussehen. Es ist ja „nur“ ein Brettspiel und kein echtes Tabletop…

Ich bin dann schnell auf den Kanal von Sorastro gestoßen, der sich ebenfalls die Zeit genommen und bei den Miniaturen sehr gute Arbeit geleistet hat. Ich habe mich an seinen Miniaturen orientiert, da mir Stil und Wirkung sehr zusagten. Es war ein langer Malvorgang (Flüche gehen an dieser Stelle raus an die Bodenkacheln auf jeder einzelnen Base) aber ich finde, der Aufwand hat sich gelohnt. Lange Rede, kurzer Sinn: Hier einige Bilder. Mehr wie immer in der Flickr-Galerie.

 

 

Jahresrückblick 2017

Veröffentlicht: Dezember 27, 2017 in Allgemein

Pünktlich zum Jahresende sprießen die Rückblicke auf das vergangene Jahr wieder wie die Pilze aus dem Boden. Eigentlich überlese ich derartige Artikel und Beiträge gerne, aber es haben sich einige Themen übers Jahr bei mir angesammelt, bei denen ich nicht wusste, in welchem Rahmen ich sie am Besten mal anspreche. Da kommen mir die letzten Tage des Jahres gerade recht, um einen Rückblick zu wagen.

Beginnen möchte ich direkt mit den negativen Sachen und somit meinen persönlichen

Aufregern des Jahres

Nach wie vor schätze ich unser allseits geliebtes Hobby aufgrund seines analogen Charakters. Ich kaufe physische Miniaturen, baue sie zusammen, bemale sie von Hand, wälze dicke Regelbücher, treffe mich mit anderen Menschen und spiele. Die Vorteile, die die fortschreitende Digitalisierung auch beim Hobby Wargaming mitbringt, sehe ich natürlich auch. Zum Beispiel das Teilen von Fotos und damit verbundene Ratschlägen für Verbesserungen, Aufarbeitung von Regelfragen, Fachsimpeln oder gar Videotutorials. Allen diesen Dingen stehe ich natürlich positiv gegenüber, nutze die Möglichkeiten regelmäßig. Aber es gibt da auch die negativen Aspekte. Das bei einigen die Regelbücher verschwinden und fortan nur noch auf dem Tablet nachgelesen wird, kommt für mich persönlich zwar nicht in Frage, ist jetzt aber auch kein Aufreger für mich.

Auch die steigende Zahl der verschiedenen medialen Informationsangebote zum Hobby, seien es Blogs, so wie meines, oder Kanäle auf Youtube steigern die Vielfalt und das Themenspektrum. Was mir aber sehr gegen den Strich geht, ist die zunehmende Sensationsgeilheit und Anbiederung an die breite Masse, die vor allem bei einigen der deutschen Tabletop-Youtuber zu erkennen ist. Jedes Spielsystem und jede Miniatur muss möglichst vor allen anderen vorgestellt werden. Es ist sowieso alles „cool“, was neu ist. Die Schnitte der Videos und auch die allgemeine Artikulation, lassen nicht immer auf ein eigentlich so „altbackenes“ Hobby schließen. Ich mag da romantisch veranlagt sein, aber ich mochte Wargaming und die Menschen, die dieses Hobby betreiben eigentlich immer genau deshalb, weil sich über die Jahre nicht viel verändert hat. Als Argument für eine solch hippe Berichterstattung, wird dann häufig die Rekrutierung des Nachwuchses eingestreut. Da frage ich mich immer, wie es all die Jahre bloß ohne Dreiwortsätze, spektakuläre Präsentationen und mediale Präsenz funktioniert hat, Menschen von dem Hobby zu überzeugen. Wo sind sie hin, die Leute, die anderen das Hobby mit Leidenschaft und Herzblut näher gebracht haben? Was mich persönlich aber am meisten aufregt, ist die zunehmende Selbstverständlichkeit, mit der behauptet wird, die Produktion der Youtubevideos wäre teuer und die Kosten müssen irgendwie gedeckt werden. So finden sich seit einer Weile massenweise Links und penetrante Hinweise zu Patreon und anderen Spendenportalen, eigenen Shops, eigenen Kickstartern und ähnlichem. Undenkbar, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die das wirklich gerne machen und das Hobby noch als Hobby verstehen. Stattdessen wird einem bei Facebook-Aufrufen, in Foren und bei betreffenden Kanälen immer wieder suggeriert, man müsse dankbar für das tolle Angebot sein. Nicht falsch verstehen: Mir ist bewusst, dass ein Youtube-Auftritt eine menge zeitlicher und materieller Ressourcen frisst, aber warum muss denn zwanghaft versucht werden, mit allem Geld zu verdienen? Die Krönung bilden für mich dann besondere Videos, die nur verfügbar sind, wenn man als „Unterstützer“ Geld spendet. Das ist nichts anderes als eine Paywall. Das sind Dinge, die ich nicht verstehen kann und weshalb ich seit einer ganzen Weile für mich entschieden habe, nur noch ausgewählte Kanäle, eigentlich fast ausschließlich englischer Herkunft zu konsumieren.

Zunehmend beobachte ich auch, hauptsächlich in diversen Facebook-Gruppen, dass politische und gesellschaftliche Themen vermehrten Einzug in unser Hobby halten. Da wird dann hier mal ganz harmlos über leicht bekleidete Miniaturen von Frauen diskutiert, während bei der 3. oder 4. Diskussion darüber, bereits erste Frauen zu Wort kommen, die sich in Tabletop-Hobbyläden diskriminiert fühlen, wenn Nerds ihnen hoffnungsvoll Spiel und Regeln erklären wollen(!!!) oder eine gewisse Miniatur viel Holz vor der Hütte hat. Das steigert sich dann soweit, dass erste Forderungen laut werden, die Miniaturenhersteller möchten sich doch bitte um ein besseres Frauenbild kümmern und Hintergründe und Optik der Miniaturen, der selbstbestimmten und gleichgestellten Frau von Heute anpassen. Selbstverständlich geht es dabei um Fantasy oder Science-Fiction Systeme… Diese Diskussionen werden dabei mit einem Eifer und einer Härte geführt, dass ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Dieses Thema steht dabei stellvertretend für viele weitere. Dabei möchte ich mich gar nicht negativ zum Thema der Emanzipation äußern, (schlimm genug, dass ich mich genötigt sehe, das noch zu erwähnen) sondern stehe einzig und allein der Diskussion im Zusammenhang mit unserem Hobby negativ gegenüber. Ich schätze das Geschwafel über Regeln, neue Miniaturen und Strategien am Spieltisch sehr und bin froh, dass zumindest in meinen Spielgruppen politische sowie gesellschaftliche Themen nicht im Zusammenhang mit unserem Hobby erörtert werden.

Um wieder auf den Punkt zu kommen: Es fiel mir sehr leicht, auch diversen Facebook-Gruppen den Rücken zu kehren und meine Hobbyrelevanten Bezugsquellen weiter einzugrenzen. Dabei ist mir abermals aufgefallen, dass das ein rein deutsches Problem zu sein scheint…

Selbstverständlich ist das alles nur meine persönliche Meinung und jedem steht es frei, diese Dinge anders zu sehen.

 

 

Es gab aber auch die

Highlights des Jahres 

Da wären zum einen meine 1200 Punkte Goblinarmee, die weiter wachsen wird und bisher in allen(!) Schlachten siegreich war. In meinem Hobbybunker steht auch noch einiges herum, um meine grünen, kleinen Fieslinge zu stärken und die 2000 Punkte zu knacken.

Kings of War, bzw. ganz allgemein der Fantasybereich haben einen großen Teil meines Jahres ausgemacht und so warten auch schon die irgendwann bereits erwähnten Zwerge sowie neuerdings auch Untote und Oger auf Farbe. In der Richtung wird also noch einiges kommen.

Walking Dead ist ebenfalls recht präsent gewesen und wurde immer mal wieder von mir ausgebaut. Hier habe ich mir selbst einen Kauf- und Malstop auferlegt, nachdem ich einen ganzen Schwung an Überlebenden fertiggestellt habe und Zombies nicht mehr sehen kann…

…Weshalb ich aktuell an der Zombicide: Black-Plague Box pinsele und zunehmend auf die Zielgerade komme…  Nach den 50 Zombies dieses Spiels, ist dann aber wirklich Schluss mit den wandelnden Toten. 😉

Auch beim Geländebau hab ich einige Fortschritte vorzuweisen. So wurde beispielsweise die Waldplatte für Walking Dead fertig (Dazu wollte ich ja eigentlich auch nochmal einen Beitrag verfassen…) und einige schöne Baumbases, die aus der Waldplatte einen wirklichen Wald machen.

Zudem habe ich an meinem ersten Kickstarter teilgenommen und freue mich jetzt schon auf den November 2018. Bis dahin habe ich vor, meine Rückstände aufzuarbeiten und mich allen Miniaturen zu widmen, die ich noch hier liegen habe.

 

PS:

Bedanken möchte ich mich bei meinen beiden Spielgruppen für die vielen netten und spaßigen Tage und Abende, die es hoffentlich genauso zahlreich im kommenden Jahr geben wird.

Zu guter Letzt geht ein ganz großes Danke an jeden, der es geschafft hat, meinen Roman bis hierhin zu lesen und an jeden, der regelmäßig hier vorbeiguckt und sich meine Ausführungen durchliest. 😉 Einen guten Rutsch und ein Frohes Neues Jahr euch allen.